Ohne große Freude werden die Nutzer des Parkplatzes am ehemaligen Real-Markt in Kamp-Lintfort die neue Gebührenregelung zur Kenntnis nehmen. Gebühren für Parken am Prinzen-Center
Wie die bereits aufgestellte Beschilderung erklärt, wird es mit der Wiederinbetriebnahme der, nun hauptsächlich von EDEKA belegten, Einkaufshalle nun auch wieder komplizierter mit dem Parken der Kraftfahrzeuge.

Wer schnell ist, kommt mit den nunmehr 2 Stunden kostenloser Abstelldauer möglicherweise zurecht. Danach wird künftig kassiert.
Ein privater Anbieter ist beauftragt, eine automatische Überwachung der Parkzeiten einzuführen. Dann entfällt die "Bewirtschaftung" durch das städtische Ordnungsamt, die zwischenzeitlich das Setzen der blauen Parkuhren kontrollierte. Der Eigentümer des Einkaufsgeländes sorgt nun dafür, daß es beim Überschreiten der "Freizeit" kein entkommen mehr gibt. Die KFZ-Kennzeichen werden fotografiert und gespeichert. Auch wenn man den Parkplatz befährt und keinen Stellplatz findet.
Verläßt man den Prinzenplatz erfolglos, wird das mit hoher Wahrscheinlich im Bereich der beiden Anfangsstunden bleiben. 

Einkaufszentrum Kamp-Lintfort Wird der Parkplatz gebührenpflichtig genutzt, besteht die Möglichkeit, am Automaten mit der Eingabe des Kennzeichens den Minutenbetrag abzufragen und direkt zu bezahlen. Wer sehr gerne eine weitere App auf sein Telefon installiert, kann neben dem Foto seines Autos und dem Kennzeichen auch noch seine Telefonnummer und Bankdaten hinterlassen,. Damit, oder per Computer, kann man bequem auch noch 24 Stunden nach Ausfahrt per Internet zahlen. Falls sich dieses Parksystem regional ausbreitet, kann man so auch die Tagesrechnung pro Fahrzeug an einem Stück begleichen, falls man im Zeitraum mehrere Parkplätze genutzt hat.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gilt die neue Regelung auf dem gesamten Parkplatz und, im Unterschied zur früheren Trennung, auch auf dem oberen Parkdeck. Die einst zuständigen Politessen haben gelegentlich die Bewegung eines Fahrzeuges in eine andere Haltebucht und die Anpassung der eingestellten Zeit auf der Parkuhr als neuen Parkvorgang betrachtet. Dies wird künftig unerheblich sein. Erfaßt wird vielmehr das Passieren von Ein- und Ausfahrt. Wie oft sich das Fahrzeug zwischenzeitlich innerhalb des Parkraumes bewegt, ist unerheblich.
Für im Umkreis arbeitende Dauerparker reicht es nun nicht mehr, ein bißchen die Ventilstellung zu ändern. Man muß alle zwei Stunden hinaus auf die Straße und wieder zurück fahren - für ein neuerliches Foto. So könnte man vermeiden, während jeder Arbeitsschicht eine halbe Mindestlohnstunde für ein Tagesticket zu investieren. Für 50 Cent pro Stunde kann man als Anwohner den Nachttarif nutzen. Möglich sind auch Sondertarife, die für Bewohner und Gewerbe in der Nachbarschaft, nach Absprache mit dem Grundstückseigentümer, eingerichtet werden.